Deutschland besitzt nach amtlichen Angaben den größten Wohnungsmarkt des Kontinents. Nur ein Bruchteil des vorhandenen Wohnraumes wird von gewerblichen Anbietern vermietet, etwa 40 % befinden sich in Privatbesitz.

In den vergangenen Jahrzehnten hat der Wohnungsbau in Deutschland deutlich abgenommen. Vor allem sind die Bauanträge für Mehrfamilienhäuser in hohem Maße zurückgegangen. Dennoch werden in Immobilienanzeigen sowie im Internet bundesweit viele Wohnungen und Häuser zur Miete und zum Kauf angeboten.

Wer ein Haus kaufen möchte, hat die Auswahl zwischen Villen, Bauernhäusern, Siedlungshäusern und Neubauten. Auch Designerhäuser, Fertighäuser, Bungalows oder Ferienhäuser werden angeboten. Je nach Stadt oder Region sind die Preise recht unterschiedlich und zudem abhängig vom Zustand des Hauses, von seiner Lage, seiner Größe und dem Wert des Grundstücks. Auch die Quadratmeterzahl des Gartens, ein eventuell vorhandener Pool, Garage und Anbauten sind Faktoren, die bei der Preisfestlegung eine Rolle spielen. Viele Häuser, die sich im Familienbesitz befinden, in denen aber gegenwärtig keiner wohnen möchte, werden vermietet. Manchmal lässt sich ein unbefristeter Mietvertrag aushandeln, der ein jahrelanges Verweilen in dem betreffenden Haus gewährleistet.

Viele Kleinvermieter bieten ihre Wohnungen zur Miete an, ebenfalls Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften. Wenn man in einer der deutschen Großstädte eine Mietwohnung sucht, erfordert dies bisweilen Geduld und Ausdauer. In den Universitätsstädten stehen meist zahlreiche 1-Zimmer-Wohnungen und Single-Apartments zur Verfügung. Eine geräumige Wohnung mit Garten in einer guten Wohngegend für eine größere Familie zu finden, ist jedoch nicht immer leicht. Im Internet lassen sich die aktuellen Angebote in einer bestimmten Region oder Stadt gut verfolgen. Wenn man gewisse Ansprüche stellt - z. B. an die Anzahl der Räume oder an eine komfortable Ausstattung - kann es sinnvoll sein, einen Makler einzuschalten, der Objekte in höheren Preiskategorien empfehlen und vermitteln könnte. Preiswerte Sozialwohnungen findet man am ehesten über ein Wohnungsbauunternehmen. Hier muss man aber damit rechnen, auf einer Warteliste zu landen und bisweilen monatelang warten zu müssen, ehe man zu einer Besichtigung eingeladen wird.

Heutzutage bewohnen die Deutschen im Durchschnitt bedeutend mehr Quadratmeter als in früheren Zeiten. Dabei ist festzustellen, dass Eigentumswohnungen im Durchschnitt mehr als doppelt so groß sind als Mietwohnungen. Trotz der schrumpfenden Bevölkerung geht man davon aus, dass die Anzahl der Haushalte aufgrund der Entwicklung zum Alleinleben und des Trends zur Kleinfamilie die Nachfrage im Bereich deutscher Wohnungsmarkt deutlich steigen lassen wird.

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